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2004

» Karl Brand un dät ewig' Lääwen «
Komödie von
Kurt Wilhelm / Franz Xaver Kobell
Niederdeutsche Bearbeitung von Horst Karstens,
ins Emsländische übertragen von Wilhelm Jansen
Verlag: Kurt Wilhelm Bühnen- und Musikverlag, Straßlach

Wir bedanken uns ganz herzlich bei dem Autor des Stückes, Herrn Kurt Wilhelm, und dem Berufsregisseur Herrn Armin Tacke, die uns mit Rat und Tat unterstützt haben. Danke sagen wir auch der Niederdeutschen Bühne in Norden und Herrn Meine vom Niederdeutschen Theater in Neuenburg.

Das Stück ist eine plattdeutsche Fassung des bayerischen Volksstückes "Der Brandner Kaspar und das ewig' Leben" von Kurt Wilhelm, basierend auf der Kurzgeschichte "Die G'schicht' vom Brandner Kaspar" von Franz Xaver Kobell. In Süddeutschland, in Österreich und der Schweiz ist es zu einem Kultstück geworden. Allein im Bayerischen Staatsschauspiel erreichte es in 25 Jahren nahezu 900 stets ausverkaufte Vorstellungen in Folge - und es wird noch immer aufgeführt, mittlerweile über 1000 Mal.
Als eine der ersten norddeutschen Bühnen wagt es jetzt die Spielschar der Kolpingsfamilie Haselünne, dieses Stück ins Plattdeutsche zu übersetzen und auf emsländische Verhältnisse zu übertragen.

Bühnenbilder:

1. Bild: Waldlichtung
2. Bild: Stube eines Bauernhauses
3. Bild: Garten eines Gasthofes
4. Bild: Himmel
5. Bild: wie 2. Bild
6. Bild: Himmelfahrt durch die Wolken
7. Bild: Platz außerhalb des Paradieses

Personen un Späler:
Düssesiete
Karl Brand, Buer (72 Jahre) - Dietmar Peters;
Mareike, siene Enkeldochter (21 Jahre) - Ursula Wehrs;
Enno, Knecht (30 Jahre) - Klaus Hopster;
Fredo, Jäger in Däinsten van den Hertoch (28 Jahre) - Thorsten Wester;
Otto Mählmann, Börgermester (50 Jahre) - Antonius Egbers;
Gesine, Buersfrau, Mareikes Tante - Maria Schulte;
Pastor - Engelbert Tebben;
Therese, Pastors Köckske - Notburga Felschen;
Klara, ehre unverhieraotete Dochter - Maria Strodtkötter;
Jäger - Tobias Schulte, Thomas Schröder;
Jagdhornblaoser - Josef Hilm u. a.;
Musikant - Otto Pleiter;
Kellner - Tobias Schulte, Thomas Schröder;
Schandarm - Franz Felschen;
Festgäste -

Güntsiete
Jan Klapperbäin (de Daod) - Monika Baldauf;
Häbenpaohl-Upundaaldreiher (Petrus) - Willi Düring;
De fast heilige Heini - Heinz Tebben;
Bonifatius, Biskup un Missionar - Hermann Kathmann;
Michael, Erzengel - Ansgar Hemken;
Stine, äine junge Selige - Maria Schulte;
De aolde Mählmann, Posthalter - Antonius Egbers;
... un annere Lüe ut den emsländsken Häben

Achter de Bühne
Souffleuse/Souffleur - Elisabeth Tebben, Hubert Tensing;
Beleuchtung und Ton - Franz Felschen, Franz Nieters;
Bühnenbild - Angelika Aulenbach, Katja Schröder;
Bühnenbau - Theo Brauer, Josef Hilm, Hans Mohren, Hermann Schmitz, Hans Schulte, Walter Sontopski, Franz Zellersdorf;
Kostüme - Annemarie Egbers, Agnes Hilm, Brigitte Jansen, Renate Mohren;
Maske - Brigitte Jansen, Ida Feldker;
Spielleitung - Willi Jansen

Inhalt:
Jeder kennt Ludwig Thoma's Dienstmann Aloysius, den "Münchener im Himmel", dem die Verhältnisse im Himmel überhaupt nicht zusagten. An Kurt Wilhelm's bayerischen Himmel und auch an dem bei uns dargestellten emsländischen Himmel hätte er aber wohl die helle Freude gehabt. Dort ist alles wie auf der Erde, nur viel schöner. Man isst Grünkohl und trinkt Bier, spielt Karten ... Natürlich wird dort außer Latein auch platt gesprochen. Auch Auswärtige kommen in den Himmel, aber in ihren eigenen, nicht in den emsländischen (sonst wäre es ja kein Himmel!).

Als der Tod den Karl Brand holen will, schafft dieser es, ihn mit Alkohol und einem Kartenspiel zu überlisten und ihm 18 zusätzliche Jahre abzugewinnen. Das bringt Jan Klapperbäin in Schwierigkeiten mit dem himmlischen Personal. Er muss versuchen, seinen Fehler wieder gutzumachen, ohne sein dem Karl Brand gegebenes Versprechen zu brechen. Das ist aber gar nicht so einfach, weil Karl nicht zugeben will, dass er längst die Freude am Leben verloren hat. Erst als er einen Blick ins Paradies werfen darf, ändert sich seine Meinung. Aber da ist ja noch die schwere Sünde, den Tod betrogen zu haben ...




Was die Zeitungen berichteten